Quellhaus Hinterstoder Quellhaus Hinterstoder

„Jetzt waren Yvonne und Hugh so hoch, dass sie durch die Bäume die Sterne tief unten am westlichen Horizont sehen konnten. Skorpion im Sinken … Schütze, Steinbock; ach, da waren sie doch, mit einemmal an ihren richtigen Plätzen, in der richtigen, anerkannten Konstellation, funkelnd in ihrer makellos reinen Geometrie. Und sie würden heute auf- und untergehen wie vor fünftausend Jahren: der Steinbock, der Wassermann und darunter die einsame Formalhaut: die Fische und der Widder; der Stier mit dem Aldebaran und den Plejaden.“

MALCOM LOWRY: UNTER DEM VULKAN. REINBEK, 1963/1974 (ROWOHLT)
ORIGINAL: UNDER THE VOLCANO. 1947/1958>

HINTERSTODER

Mit knapp 1.000 Einwohnern liegt Hinterstoder nur wenige Kilometer von der Pyhrnautobahn A9, einer der großen Nord-Süd-Achsen Europas, ganz im Frieden mit sich selbst gleichermaßen verkehrsgünstig wie abgeschieden in der Phyrn-Priel-Region Oberösterreichs.

Darf Oberösterreich schon als das ungeschminkte, authentische Österreich im Kleinen gelten, nimmt der Landstrich am Nordrand der Alpen noch einmal eine Sonderstellung ein. Kenner der Region bezeichnen die dünn besiedelte und landschaftlich ungemein reizvolle Gegend als die Toskana der Kalkalpen.

DAS STODERTAL

Vor allem das Stodertal ist mit viel Augenmaß nur minimal erschlossen worden. Das Schigebiet auf der Höss ausgenommen, heißt es hier punkto Seilbahnen, Liften und Hochspannungsleitungen: Fehlanzeige. Hinterstoder selbst legt großen Wert auf die Nachhaltigkeit seiner Entwicklung und hat sich dem Netzwerk Zukunftsorte angeschlossen.

Eine weitere Netzwerkmitgliedschaft macht Hinterstoder zu einer von 27 europäischen Alpine Pearls, die sich zu sanfter Mobilität und nachhaltigem Tourismus bekennen. Für seine Bemühungen ist der Ort bereits 1998 mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis ausgezeichnet worden.

RUNDHERUM

Auf Hinterstoderer Gemeindegebiet und in unmittelbarer Nachbarschaft liegen ausgedehnte Naturschutzgebiete, darunter das Tote Gebirge mit über 1.000 kmalpiner Wildnis. Dem Reiz der Berge rund um Hinterstoder, die in Tirol genausogut beste Figur machen würden, konnte und wollte sich auch der berühmte englische Alpenmaler und Bergsteiger Edward Theodore Compton (1849-1921) nicht entziehen.
Er hielt sich mehrmals länger im Stodertal auf.

Was er dabei malte, ist heute im Hinterstoderer Bergwelt-Erlebnismuseum Alpineum zu sehen.